Alles "feel good" oder was? - Meine ersten 6 Monate als Feel Good Managerin bei avendi Senioren Service GmbH

Nun ist ein halbes Jahr vergangen seit dem ich meine Arbeit als Feel-Good-Managerin bei der avendi Senioren Service GmbH aufgenommen habe und ich durfte zwischenzeitlich so viel Spannendes sehen und erleben, sodass ich heute gerne meine ersten Erfahrungen im Feel-Good-Management mit Euch teilen möchte.

Eines zugleich vorweg – ich kann mir derzeit keinen schöneren Beruf für mich vorstellen! Ich bin sehr dankbar für diese schöne und herausfordernde Aufgabe.

Das Beste daran ist, dass mir das Unternehmen die Möglichkeit gibt und das Vertrauen entgegenbringt, diesen inhaltlich selbst gestalten zu dürfen, und dass die Aufgabenfelder sehr vielfältig und abwechslungsreich sind.

„Was genau macht eigentlich eine Feel-Good-Managerin?“ – ihr glaubt nicht, wie oft mir diese Frage in den letzten Monaten gestellt worden ist und wie viele Gedanken ich mir dazu gemacht habe. Zu Beginn waren meine Antworten darauf eher allgemein gehalten, inzwischen habe ich jedoch ein genaueres Bild davon entwickelt, was hierbei meine Rolle ist und welches meine Hauptaufgaben sind.

Ganz allgemein gesprochen bin ich innerhalb des Unternehmens dafür zuständig, dass sich jeder Mitarbeiter bei der Arbeit wohlfühlt und das Arbeitsumfeld so beschaffen ist, dass ein gutes und produktives Miteinander möglich ist und gefördert wird. Im gewissen Sinne sehe ich mich auch als eine „Hüterin“ und „Co-Initiatorin“ der avendi-spezifischen Unternehmenskultur, die sich avendi insbesondere anhand der 6 Werte Menschlichkeit, Wertschätzung, Toleranz, Vertrauen, Loyalität und Ehrlichkeit als Entwicklungsaufgabe gesteckt hat.

Während meiner Suche nach speziellen Aufgabenfeldern, die sich für mich ergeben könnten, wurde mir bald klar, dass die „Feel-Good-Aufgabe“ kein Patentrezept und keine konkrete Rollenbeschreibung mit sich bringt – sondern dass es vielmehr die spezifische Branche eines Unternehmens ist, das maßgeblich beeinflusst, welche konkreten Aufgaben, sich an die oder den Feel Good Manager/in stellen.

Als Feel Good Managerin, die in der Pflegebranche tätig ist, bedeutet dies, dass neben den beiden wichtigen Faktoren „Generationenaustausch“ und „Plurikulturalität“ (es kommen Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen zusammen) bei der Arbeit, insbesondere der Faktor „Mensch“ im Mittelpunkt steht: Die pflegerische Arbeit mit und für den Menschen ist eben etwas komplett anderes als beispielsweise in der Industrie eine Maschine zu warten oder im Büro eine Statistik zu führen. Sie erfordert (neben zig anderen Kompetenzen) Feingefühl, Hingabe und vor allem Zusammenarbeit; denn alleine und ohne die Bedürfnisse aller beteiligten Menschen im Blick zu behalten kann diese Art von Arbeit nicht erfolgreich gemeistert werden. Es muss stets zusammen- und nicht gegeneinander gearbeitet werden. Aus dem Familienleben kennen wir alle die vielen kleinen „zwischenmenschlichen Herausforderungen“, die sich aus den unterschiedlichen Charakteren, Bedürfnissen und Zielen der einzelnen Familienmitglieder ergeben…eine Pflegeeinrichtung weist ähnliche familiäre Strukturen auf, nur eben alles nochmal viel größer gedacht und komplexer gelebt:

Es gibt die Pflegeteams und Wohnbereichsleitungen, die sich um die seelisch-körperlich-pflegerischen Belange kümmern, sowie die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes, welche die Bewohner/innen mit den unterschiedlichsten kreativen Aktivitäten „auf Trapp“ halten. Das Küchenteam, das sich um das leibliche Wohl für alle sorgt; ein Hauswirtschaftsbereich der dafür einsteht, dass alles stets sauber ist und einen frischen Eindruck hinterlässt. Es gibt das Facility-Management, das sich engagiert um die Technik und Funktion der Einrichtungen kümmert. Und schließlich gibt es an den vielen Standorten die jeweiligen Pflegedienst- und Standort-Manager, die in all dieser Vielfalt den Überblick behalten sowie natürlich auch die zentrale avendi Verwaltung in Mannheim-Neckarau, die die umfassende Koordination und Steuerung des Ganzen übernimmt.

Inzwischen durfte ich bei vielen Hospitationstagen in die verschiedenen Arbeitsbereiche unserer Einrichtungen schnuppern und hautnah miterleben, wie sich der Arbeitsalltag meiner Kollegen im Einzelnen gestaltet und wie sehr die unterschiedlichen Abteilungen Hand in Hand arbeiten müssen, damit diese großartige Leistung vollbracht werden kann: Das Leben von allen Bewohnerinnen und Bewohnern so liebevoll und schön wie möglich zu gestalten.

Die Hospitationstage haben mir viel Freude bereitet und meinen Blick dafür geschärft, was jeder Arbeitsbereich tagtäglich leistet. Einen bleibenden Eindruck haben bei mir dabei insbesondere die Tage auf den Pflegestationen hinterlassen: Ich empfinde es als unglaubliche menschliche Leistung, was die Kolleginnen und Kollegen Tag für Tag im Beruf der Pflege leisten! Ein pflegebedürftiger Mensch hat vielleicht eine schlechte Nacht gehabt und die pflegende Kollegin oder der Kollege selbst hat noch in all frühmorgendlicher Hektik das eigene Kind in die Krippe gefahren. Dazu kommt vielleicht ein Angehöriger und möchte speziell dies oder jenes, gleichzeitig klingelt das Stationstelefon und fordert die Aufmerksamkeit oder Unterstützung in anderen Vorgängen, eine vorbeilaufende Kollegin grüßt mit fröhlicher Stimme und erwartet natürlich dieselbe freundliche Erwiderung.

Bei alldem geht es stets darum mit Feingefühl und Menschlichkeit mit allem was von außen auf einen zukommt umzugehen. Es ist ein permanentes agieren und reagieren das psychisch und emotional sehr herausfordernd ist. Das im tagtäglichen zu meistern, ist keine einfache Aufgabe. Deshalb bewundere ich all die Frauen und Männer des Pflegepersonals, die diese Herausforderung für sich als Beruf und Erfahrungsweg gewählt haben. Ich betrachte ihre Arbeit als wahrhaft heldenhaft, denn es gehört viel Kraft, menschliches Feingefühl und Ausdauer dazu.

Ich bewundere all die Frauen und Männer des Pflegepersonals, die den Pflegeberuf für sich als Erfahrungsweg gewählt haben. Ich betrachte ihre Arbeit als wahrhaft heldenhaft, denn es gehört viel Kraft, menschliches Feingefühl und Ausdauer dazu.
— Rafaela Schmitt

Durch diese vielfältigen Erfahrungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen haben sich für mich die konkreten Aufgabenfelder im Bereich der Unterstützung von Team- und Persönlichkeitsentwicklung herauskristallisiert. Individuen und Teams in Ihrer Potenzialentwicklung zu unterstützen und vor allem die Selbstwirksamkeit eines jeden Einzelnen zu fördern ist dabei die große berufliche Leidenschaft für mich.

Mit „Selbstwirksamkeit“ meine ich die gesunde innere Überzeugung, dass jeder mit seinem ganz speziellen „So-Sein“ einen wichtigen Beitrag leisten kann und auch darf. Und dabei ist es eben nicht egal, ob etwas angesprochen wird das einen bedrückt, damit es geklärt werden kann oder ob es im Stillen heruntergeschluckt wird wo es den Nährboden für Unmut und Unzufriedenheit schafft.

Ebenso ist es für die persönliche Entwicklung des Einzelnen sowie für die Entwicklung des Ganzen ein Unterschied, ob ich mich den alltäglichen Herausforderungen stelle, indem ich ihnen aktiv, wirksam, mit Taten gegenübertrete oder ob ich mich zurückziehe und das Gefühl in mir nähre „ja eh nichts ändern zu können“ mit der Folge, dass die Umstände eben so bleiben wie sie sind.

Notwendige Veränderungen können aber nur stattfinden wenn jemand dazu bereit ist, bewusst und mutig über seine eigene Wahrnehmung zu sprechen und zu sagen was ihn bewegt.
— Rafaela Schmitt

Notwendige Veränderungen können aber nur stattfinden wenn jemand dazu bereit ist, bewusst und mutig über seine eigene Wahrnehmung zu sprechen und zu sagen was ihn bewegt. Nur so kann hilfreich mitgewirkt und ein Beitrag zur besseren Gestaltung des Umfeldes geleistet werden.

Dies durfte ich in den vergangenen Jahren auch immer wieder bei mir selbst üben und auch heute stellt sich diese Herausforderung tagtäglich an mich. In diesem Sinne ist „Feel-Good“ für mich kein permanenter Zustand, der erreicht werden kann, sondern es ist ein Weg, ein immer währender Prozess des Sich-Weiterentwickelns. Oder mit anderen Worten: wenn ich nicht mehr bereit bin, mich weiterzuentwickeln, meinen Horizont zu erweitern, mich für neue und andere Sichtweisen und Perspektiven zu öffnen, dann ist „Feel-Good“ meiner Meinung nach auf lange Sicht nicht möglich – und das gilt sowohl fürs Private als auch fürs Berufliche.

Deshalb ergibt sich für mich abschließend das Anliegen, diejenigen Menschen, die mir bei meiner Arbeit als Feel Good Managerin anvertraut worden sind, darin zu inspirieren einen Weg der beständigen persönlichen Weiterentwicklung zu gehen. Und erst wenn ich sie erfolgreich darin unterstütze, die individuellen und gruppenbezogenen Herausforderungen zu überwinden und ihr volles Potenzial zum Leuchten zu bringen, werde ich mich in meiner Rolle und Berufung als Feel-Good-Managerin bei avendi vollends angekommen fühlen.

With love,

Rafaela Schmitt

 

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